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Die kieferorthopädische Behandlung

Zahnfehlstellungen - wann ist eine Behandlung notwendig?

Dass die Zähne von Zivilisationsmenschen meist nicht wie Perlen an einer Schnur aufgereiht sind, kann, muss aber nicht weiter bedenklich sein. Viele leben damit glücklich und zufrieden. Doch oft ist es notwendig, den Biss zu „entschärfen“, um Schleimhauteinbisse, Zahnfleischverletzungen oder Gleithindernisse zu vermeiden oder um die Beißfähigkeit zu verbessern. Eine ebenmäßige Zahnreihe lässt sich zudem leichter pflegen. Sie ist weniger anfällig für Karies. Zahn- und Kieferanomalien können zu Kiefergelenksproblemen führen, zu Kopfschmerzen und Bewegungseinschränkungen.

Schiefstehende Zähne sind oft ein Zeichen von Platzmangel im Kiefer. Der Fachzahnarzt muss einen Engstand der Frontzähne behandeln. Das führt leider manchmal dazu, dass Zähne gezogen werden müssen, um für die restlichen Platz zu machen.

Zahnlücken können auch erblich bedingt sein, etwa durch zu schmale seitliche Schneidezähne.

Erworbenen Fehlstellungen sind auf schlechte Angewohnheiten wie Daumenlutschen, zu langes Schnullersaugen oder Zungenpressen zurückzuführen. Lutschen am Daumen, Schnullern oder anderen Gegenständen, das bis über das dritte Lebensjahr hinausreicht, kann zu schweren Verformungen der Kiefer und zu Fehlstellungen - vor allem der vorderen Zähne - führen. Beim so genannten „lutschoffenen Biss“ klaffen die Schneidezähne des Ober- und des Unterkiefers auseinander, und ein Abbeissen ist nicht mehr möglich.

Ein zu schmaler Oberkiefer führt zu einem (beidseitigen) „Kreuzbiss“: Die oberen und die unteren Seitenzähne treffen nicht regelrecht aufeinander.

Schneidezähne, die sich auch bei geschlossenem Mund nicht berühren (Offener Biss) künden eventuell davon, dass viel zu lange am Daumen gelutscht wurde. Ein „offener Biss“ führt manchmal zum Lispeln.

Obwohl auch bei Kindern mit etwa 8 -11 Jahren schon eine Behandlung mit einer festsitzenden Zahnspange gemacht werden kann, werden in diesem Alter sehr oft abnehmbare Geräte unter Ausnutzung des Wachstums verwendet, oft auch als Vorbehandlung für eine fixe Zahnregulierung.

Verschiedene herausnehmbare Apparaturen: nach oben
Funktionelle Apparaturen:
Sind eine Art von Behandlungsgeräten, die den Kieferknochen und die gesamte Mund- und Kaumuskulatur so beeinflussen, sodass die Zähne in einen korrekten Biss geführt werden. Diese Zahnspangen sind immer lose im Mund und verstehen sich als so genannte „Trainingsspangen" für den gesamten Mund- und Kieferbereich.

Schwarz Platten:
Sind abnehmbare Spangen die mit Hilfe der Halteelemente auf die Zahnreihen fixiert werden. Mit diesen Platten kann man z.B. den Kiefer etwas in die Breite entwickeln oder mit Hilfe von Schrauben oder Federn leichte Verschiebungen (Kippen) an einzelnen Zähnen vornehmen.

Festsitzende Apparaturen:
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Die Multiband Technik (Brackets)
Die nicht herausnehmbaren festsitzenden Apparaturen - auch Multiband-Apparaturen genannt - bestehen aus Brackets, die auf die Zähne geklebt werden und Metallbändern, die v.a. im hinteren Bereich um den Zahn zementiert werden.

Die Brackets und Bänder dienen der Aufnahme der Behandlungsbögen, die wiederum mit Ligaturen befestigt werden. Mit den Multiband-Apparaturen lassen sich umfangreiche Zahnbewegungen bewerkstelligen. Allerdings sind Veränderungen der Bißlage im Gegensatz zu den funktionskieferorthopädischen Geräten nur in geringerem Umfang erreichbar.

Erwachsenenbehandlung: Es ist nie zu spät! nach oben
Veränderungen der Zahnstellung erfolgen zwar meist im Kindesalter, aber es ist nie zu spät, der Natur nachzuhelfen oder die Folgen schlechter Angewohnheiten zu korrigieren.

Allerdings ist es bei Erwachsenen naturgemäß nicht mehr möglich, durch zarte Wachstumsimpulse (aktive Platten usw.) die Formung der Kiefer zu beeinflussen.
Vereinfacht kann man sagen, dass die Einführung der Multiband- oder Multibracket-Technik eine erfolgreiche Erwachsenenbehandlung erst ermöglicht hat.
Auch nach erfolgreicher Multibandbehandlung haben die Zähne die Tendenz, an ihre alte Position zurückzukehren.

Um den Behandlungserfolg zu sichern, muss abhängig von der ursprünglichen Zahn- und/ oder Kieferfehlstellung ein so genannter Retainer getragen werden.

Infos über das Tragen von herausnehmbaren Zahnspangen: nach oben

Grundsätzlich gilt: Je länger eine Spange getragen wird, um so besser und schneller lässt sich die Zahnstellung korrigieren. Um richtig wirken zu können, müssen Zahnspangen regelmäßig zu allen Zeiten (also Tag und Nacht) im Mund sein, es sei denn, es wurde mit dem Behandler etwas anderes vereinbart. Beim Essen und beim Sport wird die Spange allerdings nicht eingesetzt. Sollte sie ausnahmsweise vorübergehend doch beim Essen und beim Sport getragen werden müssen, gibt der Behandler besondere Anweisungen.

Spangen gehören, wenn sie nicht getragen werden, zum Schutz in eine Spangendose. Sie dürfen weder lose in der Hosen- oder Schultasche noch unter der Schulbank usw. aufbewahrt werden. Auch zu Hause darf man sie nicht herumliegen lassen. Beim Essen im Restaurant sollten Zahnspangen nicht in eine Serviette gewickelt (und dann vergessen) werden.

Während der kieferorthopädischen Behandlung ist wegen des erhöhten Kariesrisikos eine besonders gute Mundhygiene erforderlich. Daher sind die Zähne nach jedem Essen zu putzen! Auch das Putzen der Zahnspange darf nicht vergessen werden.

Am ersten Tag stört die Spange vielleicht beim Sprechen. Lautes Lesen wird helfen, sich schneller an die Spange zu gewöhnen. Also: Einfach hinsetzen und laut lesen! Es ist erstaunlich wie schnell es in kurzer Zeit dann besser gehen wird. Wenn die Spange richtig sitzt, wird sich die Aussprache innerhalb von zwei oder drei Tagen normalisieren.

Soll die Zahnregulierung erfolgreich und ohne Probleme verlaufen, müssen die Spangen regelmäßig kontrolliert und nachgestellt werden. Die Kontrolltermine sind deshalb pünktlich einzuhalten.

Bei auftretenden Schmerzen, Verlust oder Beschädigung der Apparatur oder wenn eine Spange nicht richtig passt, sollte man - abweichend vom ursprünglich abgesprochenen Termin - möglichst rasch die Praxis des Kieferorthopäden kommen. In solchen Notfällen bekommt man immer kurzfristig einen Termin. Ein kurzer Anruf in der Ordination genügt.

Auf keinen Fall darf mit dem Tragen der Spange längere Zeit ausgesetzt werden - aus welchem Grund auch immer (Schmerzen, Krankheit, Ferien, Klassenreise usw.). Werden die Spangen nicht regelmäßig getragen, rutschen Zähne und Kiefer sehr rasch wieder in die alte Stellung zurück. Monatelanges fleißiges Tragen kann umsonst gewesen sein, wenn man einmal nur ein paar Tage die Spange nicht trägt. Die Behandlung dauert dadurch nicht nur wesentlich länger, es ist auch schwieriger, ein gutes Ergebnis zu erreichen.

Regelmäßiges und fleißiges Tragen hat aber noch einen anderen Sinn: Wird die Möglichkeit, die schief stehenden Zähne in jungen Jahren zu regulieren, z.B. durch unregelmäßiges Tragen vertan, ist eine kieferorthopädische Behandlung später viel aufwendiger.

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